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09.02.26

Wand-mit-Stockflecken

Warum Wände „atmen“ müssen

Warum Wände „atmen“ müssen – und was wirklich dahintersteckt

Ein weitverbreiteter Begriff – oft missverstanden

„Unsere Wände müssen atmen.“
Diesen Satz hört man häufig – besonders bei feuchten Wänden oder Schimmelproblemen. Bauphysikalisch ist er nicht ganz korrekt, inhaltlich aber absolut richtig.

Denn Wände brauchen keinen Sauerstoff – sie müssen Feuchtigkeit regulieren können.


Atmen Wände wirklich?

Nein – Wände atmen nicht.
✔️ Aber sie regulieren Wasserdampf.

Was umgangssprachlich als „Atmen“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein Zusammenspiel aus:

  • Dampfdiffusion

  • Kapillarer Feuchtespeicherung

  • langsamer Rücktrocknung über die Oberfläche

Genau das leisten diffusionsoffene und kapillaraktive Baustoffe.


Warum entsteht Feuchtigkeit überhaupt?

Feuchtigkeit gehört zum Alltag eines Gebäudes:

  • Kochen, Duschen, Atmen

  • Möbel an Außenwänden

  • kalte Wandoberflächen

  • Restfeuchte im Mauerwerk

  • aufsteigende oder seitliche Feuchte im Altbau

👉 Das Problem ist nicht die Feuchtigkeit selbst, sondern was mit ihr passiert.


Das eigentliche Risiko: eingeschlossene Feuchtigkeit

Moderne, dichte Materialien verhindern den natürlichen Feuchteausgleich:

  • Dispersionsfarben

  • Latexfarben

  • Zementputze

  • kunstharzgebundene Beschichtungen

Die Folge:

  • Feuchtigkeit staut sich im Mauerwerk

  • Wandoberflächen kühlen aus

  • Tauwasser entsteht

  • Schimmel findet ideale Bedingungen

➡️ Oft trotz regelmäßigem Lüften.


„Atmende“ Wände = feuchteregulierende Wände

Eine gut funktionierende Wand kann:

✔️ Wasserdampf aufnehmen
✔️ Feuchte zwischenpuffern
✔️ sie zeitverzögert wieder abgeben

Typische Materialien dafür sind:

Diese Baustoffe arbeiten mit der Feuchte – nicht gegen sie.


Praxisbeispiel aus dem Altbau

Ein Raum riecht muffig, die Außenwand ist kühl.
Nach einem Neuanstrich mit dichter Farbe verschwindet der Fleck – vorübergehend.

Ein paar Monate später:

  • Schimmel hinter Möbeln

  • abplatzender Putz

  • weiße Salzausblühungen

➡️ Die Wand konnte nicht mehr „arbeiten“.


Warum Lüften allein oft nicht reicht

Lüften senkt die Raumluftfeuchte,
nicht aber die Feuchte im Mauerwerk.

Ist die Wand:

  • dauerhaft kühl

  • feucht

  • diffusionsdicht beschichtet

entsteht Schimmel unabhängig vom Nutzerverhalten.


Fazit: Wände müssen nicht atmen – sie müssen regulieren

Der entscheidende Punkt ist nicht Luftaustausch, sondern Feuchtemanagement.

Diffusionsoffene, kapillaraktive Baustoffe:

  • verbessern das Raumklima

  • reduzieren Schimmelrisiken

  • schützen die Bausubstanz

  • sind ideal für Altbau & Sanierung


FAQ – kompakt beantwortet

Was bedeutet „Wände atmen lassen“ wirklich?
Gemeint ist die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben.

Sind atmende Wände gleich gut gedämmt?
Ja – z. B. Klimaplatten kombinieren Dämmung und Feuchteregulierung.

Warum reicht Lüften manchmal nicht aus?
Weil das Mauerwerk selbst feucht ist und nicht trocknen kann.


Call to Action 

👉 Feuchte Wand oder Schimmel trotz Lüften?
Dann liegt die Ursache oft im Material – nicht im Verhalten.

Diffusionsoffene Kalksysteme, Lehmbaustoffe und Klimaplatten helfen, Wände wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

➡️ Jetzt informieren & dauerhaft gesünder wohnen.


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