Feuchtigkeit in Wänden ist eines der häufigsten, aber oft unterschätzten Probleme in Bestandsgebäuden – besonders in Kellern und Erdgeschossen. Betroffene merken es meist erst, wenn sich Schimmel bildet, Modergeruch entsteht oder Putz und Tapeten abplatzen. Dabei ist feuchte Bausubstanz nicht nur unschön, sondern kann langfristig auch die Bausubstanz schädigen und das Raumklima verschlechtern.
Wie entsteht aufsteigende Feuchtigkeit?
Aufsteigende Feuchte entsteht, wenn Wasser aus dem Erdreich in die Mauerwerksstruktur eindringt und dort über Kapillaren nach oben transportiert wird. Ursache ist meist ein fehlender oder beschädigter Feuchtigkeitsschutz am Fundament. Dabei werden auch Salze mittransportiert, die sich im Mauerwerk ablagern und dort für weitere Schäden sorgen: Salzausblühungen, Schimmelbildung und Putzschäden gehören zu den typischen Folgen.
Typische Anzeichen für ein Feuchtigkeitsproblem sind:
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Feuchte Stellen an Wänden, besonders im unteren Bereich
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moderiger Geruch und Schimmelbildung
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abblätternder Putz oder Tapeten, die sich lösen
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salzhaltige Ausblühungen auf der Oberfläche
Warum klassische Methoden oft nicht ausreichen
Traditionelle Maßnahmen wie das Ausheben des Fundaments, das Einbringen einer chemischen Horizontalsperre oder das Ersetzen einzelner Ziegelschichten sind teuer, aufwendig und greifen stark in die Bausubstanz ein. Außerdem entfernen sie häufig nur Symptome und nicht die Ursache des Problems – die Feuchtigkeit steigt weiter durch Kapillaren im Mauerwerk auf.
Moderne Mauerentfeuchtung mit Elektroosmose
Ein modernes und nachhaltig wirkendes Verfahren ist die Elektroosmose, wie sie beim eDRYER-System von Schreiter & Kroll angewendet wird. Anders als bei klassischen Methoden wird hier kein chemisches Mittel oder schwere Bauarbeit benötigt. Stattdessen wird eine elektrische Gleichspannung in das Mauerwerk eingebracht, die den natürlichen Feuchtetransport umkehrt. So wird verhindert, dass Wasser weiter aus dem Erdreich in die Wand steigt.
Vorteile dieses Ansatzes
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✔ Umweltfreundlich und ohne Chemie – keine Belastung für Bewohner oder Bausubstanz.
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✔ Geeignet auch für denkmalgeschützte Gebäude – ohne große Eingriffe in die Struktur.
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✔ Einfachere Montage – kein großflächiges Bohren oder Schneiden notwendig.
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✔ Überwachung und Dokumentation der Trocknung – zuverlässige Messdaten über den Fortschritt.
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✔ Preiswert im Vergleich zu klassischen Sanierungsmaßnahmen.
Innerhalb weniger Wochen nach Installation zeigt sich bei vielen Objekten eine deutliche Trocknung der Wände – muffiger Schimmelgeruch verschwindet, sichtbare Feuchte reduziert sich und die Wohnqualität verbessert sich deutlich.
Ganzheitliche Entfeuchtungsstrategien
Neben der aktiven Elektroosmose gibt es ergänzende Maßnahmen, die helfen, dauerhaft ein gesundes Raumklima zu schaffen:
Lüftungssysteme
Gelenkte Belüftungssysteme wie Taupunktlüftungen regulieren die Luftfeuchtigkeit im Raum automatisch und tragen zur Vermeidung von Kondenswasser bei.
Diffusionsoffene Baustoffe
Produkte wie Klimaplatten aus Kalziumsilikat sorgen dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit aufgenommen und später wieder abgegeben wird, ohne dass sich Schimmel bildet. Sie erhöhen gleichzeitig die Wärmedämmung.
Fazit: Feuchte Wände verstehen und richtig handeln
Feuchte Wände sind ein ernstes Problem, das nicht nur optische Schäden verursacht, sondern auch die Gebäudegesundheit gefährdet. Klassische Sanierungsmaßnahmen stoßen schnell an ihre Grenzen – ganzheitliche Lösungen, die auf physikalischen Prinzipien wie Elektroosmose basieren, lösen die Probleme an der Wurzel und sichern dauerhaft ein trockenes, gesundes Wohnumfeld.
Haben Sie selbst feuchte Wände? Dann lohnt es sich, das Problem frühzeitig analysieren zu lassen – je früher Sie aktiv werden, desto einfacher und kostengünstiger lässt sich eine dauerhafte Lösung finden.